Gut gerüstet für die Industrie der Zukunft

Grenzebach Maschinenbau GmbH

Als Vorsitzender des Forums Glastechnik im VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) möchte Egbert Wenninger Impulse und Instrumente für die Ausrüstung der Fabriken der Zukunft geben.

Veröffentlichung aus dem GlassFocus 2018 mit freundlicher Genehmigung der Siemens AG.

Herr Wenninger, welche Gradzahl zeigt das Branchenthermometer an?

Egbert Wenninger: Wir haben eine sehr angenehme Temperatur. Die Glasbranche schaffte Ende 2016 die Trendwende, die Nachfrage nach Glasprodukten ist wieder gestiegen, der Indikator damals war eindeutig: steigende Glaspreise.

Welche Auswirkungen hatte dies auf die weltweiten Märkte?

Wenninger: Nehmen wir das Beispiel der Flachglasproduktion. In China werden seit geraumer Zeit besonders viele und damit gleichzeitig auch sehr langfristige Investitionen in Anlagen getätigt. Ob Fassade oder Fahrzeugscheibe – hier schlägt die Stunde des deutschen Anlagen- und Maschinenbaus für die Fabrikausrüstung. Es hat sich wiederholt gezeigt, dass bei diesen signifikanten Investitionen mehr denn je die Wahl auf zuverlässige Qualität made in Germany fällt.

Was kann Ihr Verband leisten, damit dies so bleibt?

Wenninger: Wir Mitgliedsunternehmen müssen uns gegenseitig stärken. Eines meiner wichtigsten Ziele ist es daher, in absehbarer Zeit 10 bis 15 neue Unternehmen für den Verband zu gewinnen. Zusammen können wir dann beispielweise unter dem starken Dach des VDMA in wichtigen Märkten wie China Flagge zeigen.

Mit welchen weiteren Argumenten wollen Sie überzeugen?

Wenninger: In unserem Verband bearbeiten wir beispielsweise systematisch alle Digitalisierungsthemen. In Seminaren und Workshops stehen gerade insbesondere Themen wie Datensicherheit, Big Data und Vernetzung ganz oben auf der Agenda. Unsere Mitglieder inspirieren sich gegenseitig, zeigen Best Practices auf, teilen ihre wertvollen Erfahrungen. Die Meetings finden jedes Mal bei einer der Mitgliedsfirmen oder beim VDMA in Frankfurt statt – näher dran an der Zukunft können wir gar nicht sein.

Siemens ist ein noch relativ junges Mitglied im Forum Glastechnik. Welche Impulse wünschen Sie sich hier?

Wenninger: Für die 60 meist kleinen und mittelständischen Unternehmen des deutschen Glasmaschinen- und Anlagenbaus ist es zum einen äußerst wertvoll, Einblicke in konkrete, nutzenbringende Cloud-Anwendungen zu bekommen. Zum anderen schätzen die Mitglieder die Siemens-Kollegen aufgrund der Digitalexpertise. Gerade der beratende Aspekt ist nicht hoch genug einzuschätzen. Zum Beispiel bei heißen Themen wie der Datensicherheit. Hier hat Siemens ausgereifte Konzepte, die sie gerne immer wieder präsentieren dürfen. Das Thema ist einfach zu wichtig, um es nur einmal auf der Agenda zu haben.

Neben dieser breit gefächerten Expertise bietet das Forum auch den Zugang zum VDMA-Netzwerk. Was steckt da als Mehrwert drin?

Wenninger: Der VDMA steht für zahlreiche Services. Er arbeitet beispielsweise maßgeblich an Normungsthemen mit – und gestaltet damit Industrie 4.0 mit. Davon profitieren alle Mitgliedsunternehmen. Zudem berät der Verband seine Mitglieder bei der Internationalisierung oder gibt sein Fachwissen weiter, wenn Firmen internationale Verträge ausarbeiten müssen.

Im November treffen sich die Mitglieder des Forums das nächste Mal. Hegla wird Ihr Gastgeber sein. Werden Sie dort bereits 10 bis 15 neue Firmen begrüßen können?

Wenninger: Das ist das Ziel, denn selbst wenn sie bis dahin noch keine Mitglieder sind, so werde ich dafür werben, dass sie zu unserer Versammlung als Gäste kommen und sich von den Themen und Menschen inspirieren lassen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, Herr Wenninger.